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21. Juli 2015

Zoll Basel - Dienstleister für die Wirtschaft

Die Schweizer Grenze ist eine Tatsache. Der Zoll sorgt dafür, dass der Schweizer Wirtschaft daraus möglichst keine Nachteile erwachsen. Er verhilft mit elektronischen Verfahren zu einem raschen Grenzübertritt und ist damit ein Faktor im internationalen Standortwettbewerb. Importe und Exporte können im Inland vorgenommen werden. Mittels einer risikogerechten kontrollstrategie und modernen Kontrollgeräten vollzieht der Zoll seine rund 150 Gesetze und Verordnungen wirksam, ohne dabei die Logistikprozesse der Kunden gross zu beeinträchtigen.

 

Logistikdrehscheibe Nordwestschweiz

Im modernen Fertigungsprozess von Waren ist eine ausgefeilte Logistik unverzichtbar. Gleich verhält es sich beim grenzüberschreitenden Transport von Waren vom Produzenten zum Konsumenten. In der Wirtschaftsregion Nordwestschweiz, insbesondere in Basel, hat die Logistik laufend an Bedeutung gewonnen. Die Tradition der Logistik kann auf die geografische Lage im Dreiländereck zurückgeführt werden. Mit über 10‘000 Mitarbeitenden in diesem Raum ist sie heute eine Ziel- und Leitbranche der Region. Sie leistet einen erheblichen Beitrag zur Wirtschaftskraft der Region und ist der bedeutendste Logistik-Hotspot der Schweiz. Dies aufgrund der verschiedenen Verkehrsträger: Strasse (A5, A98, A35), Schiene (Nord - Süd Korridor), Wasser (Schweizerische Rheinhäfen), Luft (Euroairport). Der Schweizer Zoll in Basel fertigt die rund 20 Millionen Tonnen Güter pro Jahr, ca. 1/3 des Aussenhandels der Schweiz (Import 15,5 Millionen. und Export 4,5 Millionen), über die Grenzen der Nordwestschweiz ab. Die Region Basel stellt somit die wichtigste Zollmetropole der Schweiz dar.

 

Damit dieses grenzüberschreitende Warenvolumen abgewickelt werden kann, braucht es einen innovativen und effizienten Zoll. Er ist ein unverzichtbarer Bestandteil und wesentlicher Standortfaktor für die international tätige Logistikbranche. In enger Zusammenarbeit mit den Logistikern, den Branchenverbänden, dem Logistikcluster Region Basel sowie weiteren Partnern leistet er einen Beitrag zur  Weiterentwicklung der Wirtschaftsregion Nordwestschweiz.

 

Import und Export im Inland; Strategien im Interesse des Wirtschaftsstandortes Schweiz

Der Zoll hat die Durchflusskapazität für Lastwagen an den Strassenzollämtern erhöht und den Grenzübertritt beschleunigt. Dies wurde erreicht, indem die Verzollung von Import- und Exportgütern nicht mehr an Grenzzollstellen durchgeführt wird, sondern überwiegend an Inlandzollstellen. Gleichzeitig wurden die Kontrollen mittels Risikoanalysen und -beurteilungen noch effizienter gestaltet. Der Zoll interveniert nur noch dort, wo er gestützt auf Risikoanalysen zum Schluss kommt, dass etwas nicht stimmen kann. Für die risikogerechten Kontrollen geht der Zoll direkt zum Kunden, sei es in Logistikzentren oder in Fabriken, um vor Ort die Ware stichprobenartig zu prüfen. Bei gleichzeitiger Erhöhung seiner Wirksamkeit und der Reduktion der Kosten profitieren Zoll und Wirtschaft. Heute überqueren gesamtschweizerisch jeden Tag über 20'000 LKWs die Grenze. Und es werden jedes Jahr mehr.

 

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 Medienmappe Medienkonferenz Zoll Halbjahr 2015

 
Aurelia Vögeli
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
a.voegeli@hkbb.ch
T +41 61 270 60 80

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